Vorbereitung

Vorbereitung deiner Behandlung

Es ist empfehlenswert (aber nicht obligatorisch), die folgenden Untersuchungen kurz vor deinem Behandlungsbeginn von deinem Arzt vornehmen zu lassen:

Chlamydia: Zellenprobe vom Gebärmutterhals, eine Urinprobe ist mittlerweile aber auch ausreichend (Frauen unter 32 Jahre)

Darüber hinaus empfehlen wir dir diese weiteren Untersuchungen:

. Abstrich vom Gebärmutterhals
· Antikörper-Test Röteln
· Falls du mit Kindern arbeitest, solltest du dich auf Parvovirus und CMV (Cytomegalovirus) testen lassen.

Untersuchung auf fetale Infektionen

Da die hier aufgelisteten Untersuchungen nicht obligatorisch sind, möchten wir dich darum bitten, dir die angeführten Informationen anzusehen uns selbst zu beurteilen, was für dich relevant ist.

Smear/ Abstrich
Frauen sollten im Alter von 23 – bis 59 Jahren alle 3 Jahre auf Gebärmutterhalskrebs untersucht werden.
Die Untersuchung wird von deinem eigenen Arzt vorgenommen und besteht aus einer Abstrich-Methode, bei der die Zellen des Gebärmutterhalses auf anormale Zellen hin geprüft werden.
Der Abstrich wird auch als Kontrolle nach vollzogener Behandlung von Vorstadien des Gebärmutterkrebses vorgenommen. Diese Untersuchung sollte vor Behandlungsbeginn durchgeführt werden, da dies und eine Behandlung der Krebsvorsorge während einer Schwangerschaft nicht möglich ist.

Toxoplasmose
Toxoplasmose ist eine häufig auftretende Infektionskrankheit, deren Erreger ein Parasit ist, der zumeist Katzen befällt, für den Menschen aber auch Zwischenwirt sein können. Besonders bei Schwangeren kann eine Erstinfektion verheerende Folgen haben, da der Erreger schwere Fruchtschäden beim Ungeborenen verursachen kann.

Falls du in deinem Alltag mit Kindern zu tun hast, empfehlen wir dir darüber hinaus, auf Folgendes getestet zu werden:

· Parvovirus (Ringelröteln)
· CMV (CytoMegaloVirus)
· Rubella (Röteln)

Parvovirus (Ringelröteln)
Ringelröteln werden auch die 5. Kinderkrankheit genannt und durch das Parvovirus B19 verursacht, das vorwiegend Kinder im Alter von 5 bis 15 Jahre in den Winter- und Frühlingsmonaten befällt. Personen jedes Alters können jedoch betroffen werden.
Die Eltern kleiner Kinder und Personen, die beruflich mit Kindern zu tun haben, sind insbesondere ausgesetzt. Allerdings haben 2 von 3 Erwachsenen die Krankheit bereits hinter sich und sind deswegen immun. Solltest du während der Schwangerschaft angesteckt werden, besteht die Gefahr, dass dein Kind Blutmangel entwickelt.
Dein Arzt kann über eine Blutprobe feststellen, ob du immun gegen Ringelröteln bist oder nicht.

CMV (Cytomegalovirus)
CMV ist eine Virusinfektion, die die meisten Leute im Alter von 50 Jahren hinter sich haben. Bei Ansteckung hat man entweder keine oder nur leichte Symptome, die einer Grippe ähneln. Normalerweise geht von dem Virus kein großes Risiko aus, aber für ein ungeborenes Kind ist CMV ein Hochrisikofaktor. Das Kind kann sich im Laufe der gesamten Schwangerschaft über die Mutter anstecken. Ein angeborener CMV kann neurologische Schäden mit sich bringen.
Dein Arzt kann über eine Blutprobe feststellen, ob du immun gegen CMV bist oder nicht.
Rubella (Röteln)
Rubella ist eine Kinderkrankheit, gegen die du immun bist, sobald du daran einmal erkrankt oder dagegen geimpft worden bist. Falls du aber noch nicht an Röteln erkrankt oder gegen sie geimpft bist, können bei einer Schwangerschaft aber Komplikationen wie Fehlbildungen beim Kind oder Fehlgeburten auftreten.
Wir empfehlen dir aus diesem Grunde, eine Blutprobe von deinem Arzt durchführen zu lassen, da diese anzeigt, ob du Antikörper im Blut hast. Falls dem nicht so ist, kannst du dich vor Beginn der Behandlung impfen lassen. Die Behandlung darf allerdings erst 3 Monate nach der Impfung stattfinden.

Gynäkologin/-e
Falls du früher mal an einer Infektion oder mehreren Infektionen der Gebärmutter oder der Eileiter gelitten hast oder mal Chlamydien oder Gonorrhoe hattest, kann es zu der Bildung von narbigem Gewebe in den Eileitern gekommen sein, weswegen die Passage von Ei und Samenzelle behindert sein kann. Einige Frauen haben auch Infektionen im Unterleib, ohne dies überhaupt zu bemerken.
Wir möchten dir aus diesem Grunde empfehlen, dich von deinem Frauenarzt/ deiner Frauenärztin untersuchen zu lassen, bevor du mit deiner Behandlung bei uns beginnst. Mit diesem Hintergrundwissen hast du die Möglichkeit, die bestmögliche Art der Behandlung zusammen mit uns zu finden.
Folgende Untersuchungen kannst du von deinem Frauenarzt/ deiner Frauenärztin vornehmen lassen:

Ultraschall

Du bist dazu verpflichtet, einen Ultraschall vornehmen zu lassen, damit die Behandlung beginnen kann. (Diese Untersuchung ist Teil deiner Fertilitätseinstufung bei uns, du kannst sie also auch von uns vornehmen lassen)
Wir benötigen Auskunft über:

1- die Anzahl der Follikel (AFC – Anzahl Follicle Count), da das Ergebnis Einfluss darauf hat, welche Art der Behandlung für dich am besten ist und welche Hormondosierung im Laufe der Behandlung verabreicht werden sollte.
2- die Existenz eventueller Zysten oder Polypen, Fibrome oder Endometriose-Zysten, die womöglich behandelt werden müssen, bevor wir mit deiner IVF-Behandlung beginnen können.

HSG (Hysterosalpingographie, Röntgenkontrast) & HSU (Hysterosonographische Untersuchung, Ultraschall)

Diese Untersuchung ist nicht obligatorisch
Hysterosalpingographie
Die Hysterosalpingographie ist eine Röntgenkontrastuntersuchung der Gebärmutter und der Eileiter. Häufigste Indikation ist eine Abklärung aufgrund von Kinderlosigkeit. Ursachen dafür können Veränderungen der Gebärmutter (z.B. Polypen, Myome, Fehlbildungen, Tumoren) oder der Eileiter (z.B. Eileiterverschluss nach Entzündungen) sein. Im selben Untersuchungsgang kann auch ein „Durchblasen“ der Eileiter (Pertuberation) zur Überprüfung ihrer Durchgängigkeit erfolgen. Die Untersuchung kann ambulant durchgeführt werden.
Hysterosonographie
Mit Hilfe eines feinen Katheters werden durch den Muttermund wenige Milliliter Kochsalzlösung in die Gebärmutter eingeführt. Sind die Eileiter offen, fließt die Flüssigkeit in den Bauchraum, wo sie mittels des Ultraschalls gesehen werden kann. Dies ist ein einfacher Test zur Prüfung der Eileiterdurchgängigkeit.

Hormonuntersuchungen

Hormonbestimmungen messen den Blutspiegel von bestimmten Hormonen, die der Körper während jedes Zyklus bildet. Hormone beeinflussen jeden Schritt, der zur Erzielung einer Schwangerschaft notwendig ist, von der Entwicklung der Eizelle bis zum Eisprung und zur Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut.
Diese Messungen brauchen wir (Hormon, Stoffwechsel, D-Vitamin)

1 AMH (Anti Müller Hormon) – das Ergebnis hat Aussagekraft in Bezug auf deine Eireserve und zeigt auf, welche Behandlungsmöglichkeit die beste für dich ist und welche Hormondosierung im Verlauf angebracht ist. (Diese Untersuchung ist Teil deiner Fertilitätseinstufung bei uns, du kannst sie also auslassen)

2 TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) – das Ergebnis lässt darauf schließen, ob der eigene Stoffwechsel ausbalanciert ist; wenn nicht, kann es nämlich zu einer erhöhten Ausschüttung von Prolaktin aus der Hypophyse kommen, was die Qualität der Eizellen und das fötale Wachstum während der Schwangerschaft beeinträchtigen kann.

3 D-Vitamin: Viele Studien legen nahe, dass D-Vitamin die Chancen der Schwangerschaft und Einnistung erhöht.
Diese Untersuchungen können zu einem beliebigen Zeitpunkt während des Zyklus stattfinden.

Wir empfehlen darüber hinaus eine Untersuchung folgender Hormone:

1 FSH (Follikel-stimulierendes Hormon) – dieses Hormon regt die Ei-Reifung im Eierstock an, sollte aber keinen zu hohen Wert haben
2 LH (luteinisierendes Hormon) – dieses Hormon fördert den Eisprung
3 Estradiol (Östrogen-Hormon) – dieses Hormon reguliert die Abläufe im Eierstock

Die Untersuchung dieser 3 Hormone sollte an Zyklustag 2-5 vorgenommen werden