FER oder FET

FER oder FET (Frozen Embryo Transfer) (Einfrieren von Embryonen, die später verwendet werden können)

Die Eier, die du im Zusammenhang mit einer IVF-Behandlung eingefroren bekommen hast, können für einen Transfer verwendet werden.
Man kann dies entweder in seinem natürlichen oder einem stimulierten Zyklus vornehmen lassen:

1. In deinem natürlichen Zyklus wirst du je nach Zykluslänge zwischen Tag 9 und Tag 12 gescannt. Wenn der Follikel groß genug ist, injizierst du eine Ovulationsspritze und beginnst 3 Tage später mit der Einnahme von Progesteron. Der Transfer erfolgt 2 bis 5 Tage nach Beginn der Anwendung von Progesteron, je nachdem, ob du einen Embryo oder eine Blastozyste hast.
2. In einem stimulierten Zyklus mit Estradiol nimmst du ab dem zweiten Tag der Blutung etwa 8-12 Tage lang Tabletten ein. Danach wirst du gescannt, um die Breite der Gebärmutterschleimhaut zu messen. Wenn diese dick genug ist, beginnst du mit der Einnahme von Progesteron. Der Transfer erfolgt 3 bis 5 Tage später, je nachdem, ob du einen Embryo oder eine Blastozyste hast.

Ein oder zwei Eier
Bei einem Transfer entscheidest du in Absprache mit dem Arzt, ob du ein oder zwei Eier eingesetzt bekommst. Die Kriterien hierfür sind dein Alter, Gewicht, deine Fertilität und eine etwaige Krankheit, die bedeutet, dass eine Zwillingsschwangerschaft gesundheitsschädlich sein würde.
Jungen Patientinnen unter 37 Jahren wird normalerweise bei den ersten beiden Versuchen nur ein Ei empfohlen.

Transfer
Ein sehr kleiner Eingriff, der nur wenige Minuten dauert und normalerweise nicht schmerzhaft ist. Das Ei wird mit einem kleinen dünnen Katheter in die Gebärmutterschleimhaut gelegt. Du verwendest danach weiterhin vaginales Progesteron und machst den Schwangerschaftstest ca. 12-14 Tage nach dem Transfer.
Der Transfer findet entweder im Embryo-Stadium (Tag 2-3) oder im Blastozysten-Stadium (Tag 5) statt.

Circa 25% der befruchteten Eier entwickeln sich zu Blastozysten. Ob die Eier bis zum 5. Tag im Labor entwickelt werden können, hängt von deinem Alter und der Anzahl der befruchteten Eier ab.
Für Frauen, die nur wenige Eier von minderer Qualität haben, kann es vorzuziehen sein, die befruchteten Eier am zweiten oder dritten Tag zu legen, da die Eier schneller in die natürliche Gebärmutterumgebung gelangen und dort am besten überleben können. Die überschüssigen Eier können natürlich bis zu 5 Jahre lang eingefroren werden und oder bis die Frau 46 Jahre alt wird.

Sowohl für ICSI als auch für IVF gilt, dass zwischen den Versuchen immer eine einmonatige Pause liegen muss, es sei denn, es handelt sich um gefrorene Eier.
Zwischen Inseminationen musst du keine Pausen einlegen.